Sehbehinderung – Erblindung

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Frage: Sie sind total erblindet?

Antwort: Ja, ich habe noch nie etwas gesehen.

Frage: Können Sie sich vorstellen, wie das ist, wenn es morgens hell wird?

Frage: Woran merken Sie, dass die Nacht vorüber ist?

Antwort: Mein Wecker macht mich unbarmherzig darauf aufmerksam, wie alle anderen Menschen.

Frage: Wie empfinden Sie Sonnenschein?

Antwort: Die von anderen so genannte "goldene Sonne" sehe ich zwar nicht, empfinde aber ihre Wärme wie einen Freundschaftsdienst.

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Menschen, die über einen Sehrest von höchstens 2 % verfügen, sind nach den einschlägigen Gesetzen ebenfalls als blind zu bezeichnen.

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Frage: Sind Sie blind oder sehen Sie noch?

Antwort: Sowohl als auch. Ich habe einen minimalen Sehrest, der mir bei guter Beleuchtung hilft, mich in Räumen zu orientieren.

Antwort: Leider kann ich unter anderem das Grün des Waldes nicht vom Grün der Wiese unterscheiden. Eine helle Lichtquelle führt dazu, dass ich nichts mehr sehe.

Frage: Was sehen Sie denn tatsächlich? Ist es schwarz vor Ihren Augen?

Antwort: Links ganz unten gibt es ein ganz kleines Fenster, durch das ich Umrisse sehe. 95 % der Netzhaut meines linken Auges zeigen mir ständig flimmernde Neonfarben.

Frage: Was ist denn mit Ihrem rechten Auge? Sehen Sie damit alles schwarz?

Antwort: Ich sehe weniger als schwarz - nämlich schwarz.

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Frage: Sie können Zeitung lesen, wenn auch sehr langsam, behaupten aber trotzdem, Sie seien blind?

Antwort: Meine Netzhaut ist degenerativ erkrankt. Ich habe nur noch zentral ein kleines Schau-Fenster. Es gestattet mir, in der Zeitung gleichzeitig ein paar Buchstaben zu sehen. Daher geht es mit dem Lesen sehr langsam.

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Antwort: Ich kann mich nicht orientieren. Ohne fremde Hilfe komme ich nur in meiner Wohnung klar.

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